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Minister Schneider: Ausbildungsprogramm für Jugendliche mit Handicaps wird erweitert

Internationaler Tag der Menschen mit Behinderungen

Düsseldorf, 02.12.2011

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Nordrhein-Westfalens Arbeits- und Sozialminister Guntram Schneider hat die Weichen gestellt, damit weitere bis zu 150 junge Menschen mit Behinderungen trotz Handicap eine berufliche Ausbildung absolvieren können. Der Minister setzt die bewährte Aktion „100 zusätzliche Ausbildungsplätze für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene in Nordrhein-Westfalen“, die vor Jahresfrist auf 150 Plätze aufgestockt wurde, um eine weitere Runde fort. Gleichzeitig appellierte Minister Schneider an die Unternehmen, mehr Menschen mit Behinderungen eine Chance auf Ausbildung und Beschäftigung zu geben.

„Arbeit bedeutet für Menschen mit Behinderungen neben Einkommen auch Teilhabe an der Gesellschaft, deshalb wollen wir diese Menschen – wo immer dies möglich ist – in reguläre Ausbildung und Beschäftigung bringen“, sagte der Minister in Düsseldorf. „Das wir die ‚Aktion 100’ fortsetzen, ist für die Landesregierung gerade auch mit Blick auf den morgigen Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen ein wichtiges Signal“, erklärte Schneider.

Die Aktion „100 zusätzliche Ausbildungsplätze für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene in Nordrhein-Westfalen“ ist eine gemeinsame Initiative der Landesregierung und der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit. Sie richtet sich an junge Menschen mit Behinderungen, die bei der Suche nach einem regulären Ausbildungsplatz erfolglos geblieben sind. Damit sie dennoch eine erfolgreiche Ausbildung absolvieren können, arbeiten verschiedene Einrichtungen eng zusammen: Die praktische Ausbildung findet in Betrieben des ersten Arbeitsmarkts statt, parallel unterstützen Berufsbildungswerke und Berufsförderungswerke als Träger der Ausbildung die jungen Leute durch Förderunterricht und sozialpädagogische Betreuung. Auch diese Auszubildenden besuchen, wie alle anderen auch, ein Berufskolleg.

Auf diese Weise haben in den vergangenen fünf Jahren (2007 bis 2011) mehr als 540 Jugendliche mit Handicaps einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen. Von den mehr als 150 Auszubildenden, die sich bereits der Abschlussprüfung gestellt haben, waren 91 Prozent erfolgreich. „Diese Bilanz zeigt, dass junge Menschen mit Behinderungen gute Fachkräfte für Unternehmen sind – sie müssen nur professionell unterstützt und gelotst werden“, sagte Minister Schneider.

Für die neue Runde der ‚Aktion 100’ werden aus Mitteln des Landes und des Europäischen Sozialfonds 2,3 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen zur „Aktion 100“ bietet die neue Broschüre „Unterstützte betriebliche Ausbildung. Aktion ‚100 zusätzliche Ausbildungsplätze für behinderte Jugendliche’. Sie kann kostenlos beim Arbeitsministerium bestellt werden und steht auf der Internetseite des Ministeriums auch zum Download zur Verfügung: www.mais.nrw.de.